FPĂ–: Deimek: Keine Sparschiene auf Kosten der Kunden!

Ă–BB-Chef Kern muss Verantwortung wahrnehmen

 Wien (OTS) – Bei den Ă–BB steht die Anschaffung von einhundert NahverkehrszĂĽgen an. Siemens werden groĂźe Chancen eingeräumt, das Rennen um Steuergeld zu machen. Das liege jedoch nicht am ĂĽberlegenen Produkt, sondern allenfalls an “weniger fachlichen und kaum objektivierbaren” GrĂĽnden, warnt der freiheitliche Nationalratsabgeordnete und Verkehrssprecher Gerhard Deimek.

Die Entscheidung ĂĽber den Kauf wurde mehrmals vertagt. Der Aufsichtsrat verfĂĽgte nicht ĂĽber die fĂĽr eine Entscheidung erforderlichen Informationen. Inzwischen ist jedoch durchgedrungen, dass der “Desiro ML” in der geplanten AusfĂĽhrung einer teuren Neuauflage des bestens bekannten, aber bei den Pendlern wenig beliebten Modells “Talent” gleicht und damit ein Wiederaufguss der altbekannten blau-weiĂźen SchnellbahnzĂĽge ist.

Ein gesondertes Gremium soll sich fortan mit dem Kauf befassen. Deimek kritisiert diese in der Privatwirtschaft kaum vorstellbare VogelstrauĂź-Politik und fĂĽhlt sich an den Spruch “Wer sich nicht zu helfen weiĂź, der grĂĽndet einen Arbeitskreis” erinnert. Immerhin handelt es sich bei der geplanten Neuanschaffung mit einem Volumen von etwa einer halben Milliarde Euro um eine der bedeutendsten Anschaffungen der Ă–BB in der Zweiten Republik. Abgesegnet werden muss die Entscheidung letztendlich vom Aufsichtsratsgremium des Ă–BB-Personenverkehrs unter Vorsitz von Christian Kern.

Gerhard Deimek fordert eine verantwortungsvolle Entscheidung: “Keine Sparschiene zulasten des Steuerzahlers und des Kunden.” Die Ă–BB mĂĽssten sich nachhaltig als wettbewerbsfähige Bahn im europäischen Kontext positionieren.


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